Zugriffe über die Bildersuche generieren
Optimierte Website-Fotos, um Image-Bots bei Laune zu halten
Gerade für Shop-Betreiber ist es wichtig, alle Möglichkeiten auszunutzen, um den Shop bekannt zu machen. Wenn ein Kunde beim ersten Kontakt mit Ihrem Online-Shop über die Bildersuche zufällig auf Ihre Produkte gestoßen ist, und einen Kauf tätigt, ist das eine willkommene Abwechslung zu AdWords, Websuche und Mundpropaganda.
Nachdem Suchmaschinen Bilder noch nicht erkennen können, sind diese wie immer auf Text angewiesen. So mancher Sitebetreiber fragt sich aber: Gibt es Punkte die ich zur Indizierung beachten muss, und warum werden meine Bilder nicht aufgenommen?
Einige Tipps, um Website-Fotos für die Bildersuche bei gängigen Suchmaschinen zu optimieren:
1) Aussagekräftige Dateinamen verwenden
Die wohl wichtigste Maßnahme: Dateinamen stehen in unmittelbaren Bezug zum veröffentlichten Foto - viel mehr als alt-Tags oder die umgebenen Texte. Achten Sie darauf, dass der vergebene Dateiname genau das Motiv beschreibt. Ihr Foto muss also oktoberfest-lebkuchenherz.jpg, oder felt-bag-paula.jpg heißen, und nicht pic2.jpg, oder DSCF9948.jpg. Machen Sie einen Test: Die Ergebnisse in der Google-Bildersuche nach pic2.jpg sind überwältigend - durch die unterschiedlichen Motive aber völlig unbrauchbar.
2) Beschreibende Alt-Tags vergeben
ALT ist eines der möglichen Attribute des IMG-Tags, und wird zur erweiterten Beschreibung eines Bildes verwendet. Ursprünglich dafür gedacht bei schlechten Internet-Verbindungen eine Beschreibung des Bildes angezeigt zu bekommen, wird diese Information auch für Sehbehinderte-Internetuser bereitgestellt, die diesen Text z.B. mit einem Braille-Lesegerät lesen, und damit das dargestellte Motiv erkennen können. Suchmaschinen werten diesen Text ebenfalls aus, um das Bild zu erkennen, doch die Wertigkeit des Alt-Tags wird leider oft überbewertet - nachdem hier früher viel Suchmaschinenspam eingefügt wurde, ist die Wichtigkeit leider nicht mehr so hoch anzusehen.
3) Text in unmittelbarer Umgebung
Jedem Bild seine Bildunterschrift. Verwenden Sie in unmittelbarer Nähe des angezeigten Fotos kursiven Text der eine kleine Beschreibung des dargestellten Bildes zur Verfügung stellt. Erklären Sie in kurzen Worten was der User hier sehen kann, und falls es bei Ihnen passend ist, wann das Foto und wo es aufgenommen wurde.
4) Site-Thema beachten
Wenn Sie einen Handtaschenshop betreiben, und alle Ihre Shop-Fotos bestehen nur aus Handtaschen, ist das willkommener themenbezogener Content. Schwieriger wird es, wenn Sie einen Blog betreiben, ohne ein übergeordnetes Thema zu haben - viele Themen, bedeuten auch viele verschiedene Fotos.
5) Button-Namen nicht indizieren
Grafische Elemente der Website sollten prinzipiell nicht indiziert werden können. Vergeben Sie aber auf jeden Fall Alt-Tags, wie unter Punkt 2) beschrieben, damit Lesegeräte die Funktion dieser Elemente erfassen können. Am besten man arbeitet mit zwei Bilderordnern: Ein Ordner lautet z.B. /seiten-elemente/, in dem alle Buttons, Hintergründe, Logos etc. liegen. Den anderen Ordner nennen Sie /produktbilder/, in dem sich alle Ihre Waren-Fotos befinden. Über die robots.txt Datei schließen Sie nun den Ordner /seiten-elemente/ einfach komplett aus - die Seitenelemente bleiben draußen aus der Bildersuche, die Produktbilder werden indiziert.
6) Ordner-Struktur beibehalten
Wenn nun alle Produktbilder im Ordner /produktbilder/ zur Indizierung bereit sind, ändern Sie nie wieder diesen Ordnernamen. Der Imagebot von Google kommt nur selten vorbei, und wenn, dann sollten alle Bilder dort liegen, wo diese schon immer waren.
7) Abwarten
Wenn alle Punkte umgesetzt sind, steht einer Indizierung in der Bildersuche bei Google, aber auch bei anderen Suchmaschinen nichts mehr im Weg. Jetzt heißt es wie immer abwarten, bis die Suchroboter kommen, denn diese lassen sich gerne etwas länger Zeit.
Erschienen am 07.08.2008, um 17:56h.
